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Spielplan JUNI

Spielplan JUNI

Sa. 1.6.  20.00          (anläßlich Mascha Kalékos 112. Geburtstag)

Die sechs Leben der Mascha Kaléko

Literarisch-musikalische Lesung mit Klezmer Musik (CD)

Mascha Kaléko (07.06.1907 – 21.01.1975) war eine bedeutende jüdische Dichterin, die um 1930 in Berlin bekannt wurde. Sie gehörte zur künstlerischen Boheme wie Erich Kästner, Kurt Tucholsky u.a. Ihre Gedichte und Prosastücke erschienen regelmäßig in der Vossischen Zeitung, sie schrieb Prosa, Gedichte, Chansons und Texte für das Kabarett. Ihr erster Gedichtband, Das lyrische Stenogrammheft, erschien 1933, es folgte noch 1934 Das kleine Lesebuch für Große, doch nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten erhielt sie Publikationsverbot und musste emigrieren. In den USA arbeitete sie u.a. für die deutschsprachige jüdische Zeitschrift Aufbau.

Die Schriftstellerin Anna Rheinsberg schrieb über M.K.:
„Sie weiß auf alles eine Antwort, Laufmaschen, Halsweh, Eifersucht und billige Cafés – nichts ist ihr fremd. Sie reimt. Und das klug und mit Verstand! Sie ist eine Philosophin der kleinen Leute, vergaloppiert sich nie. Trotz Sentimentalität! Nie ist sie süßlich, verlogen, nein eher herb und sehr gescheit.“
Ingolf Alwert und Ute Knorr, ehemalige Mitglieder der Kabarett- und Rezitatorengruppe des „Berliner Lehrerensembles“ bieten ein emotionales Programm mit Texten aus den Veröffentlichungen Mascha Kalékos, bereichert mit Klezmer Musik.
Literaturhinweis: Jutta Rosenkranz, MASCHA KALÉKO, Biografie mit umfangreichen Literaturverweisen (dtv 2007)

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So. 2.6.  19.00

Kleinkunst-Cocktail

Humorvoll – vielseitig – einmalig!

Theaterdirektor Günter Rüdiger präsentiert jeden 1. Sonntag im Monat wechselnde Gäste aus dem großen Gebiet der Kleinkunst: von Kabarett und Satire über Literatur bis hin zum Chanson.

Gäste im Juni: Markus Weiß, Helus Hercygier, Marianne Schmidt, Max Biundo, Celina Schmidt u. a.

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Fr. 7.6. 20.00        (zum letzten Mal!)

Besetzt!      (Uraufführung)

Tragikomödie von Marita Urfey-Mülhens,
Regie: Elisabeth Engstler, Kostüm: Karen Funke, Mit: Esther Zimmering

Die Filmwelt blickt während der Berlinale 2018 unter dem Eindruck der #MeToo-Debatte auf Berlin.
Am spannendsten ist es aber nicht auf der großen Showbühne, sondern in der Damentoilette, wo Anna-Maria in der Rolle ihres Lebens alles in Perfektion sauber hält und mit ihrem imaginären Freund Robert Redford im Schatten der glamourösen Ereignisse über die kleinen und großen Absurditäten dieser Welt philosophiert.
Doch während Anna-Maria gerade noch vor entwaffnender Heiterkeit nur so sprudelt, ziehen ihr im nächsten Moment eine damenlose Handtasche und eine unerwartete Begegnung den frisch gebohnerten Kachelboden unter den Füßen weg und verwandeln das nicht mehr ganz so „Stille Örtchen“ in eine Keimzelle der Revolution.
Mit Konsequenzen, die bis ins Scheinwerferlicht der Berlinale reichen.

Esther Zimmering (ausgezeichnet mit dem Deutschen Fernsehpreis) verkörpert diese ungewöhnliche Frauenfigur, die so einige Überraschungen auf Lager hat.

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Sa. 8.6.  20.00

Der Pisagau(l)

Schulhausmeister Heinz Hellriegel philosophiert

Pisa und seine Studie ein alter Hut? Nicht für Schulhausmeister Heinz Hellriegel, denn manches ist seit ihr in Schieflage geraten. In der Bildung ist Heinz zu Hause und zu Hause ist die Schule und die härteste Schule ist das Leben und er ihr Meister. Er ist der Chef der Schule, an ihm kommt man nicht vorbei. Er versteht sich mit allen: Lehren, Schülern, Eltern, Politik und Dieter. Ob Pisa oder Studie, Rauch oder Verbot, Zahn oder Ersatz, Not oder Wendiges..., Heinz weiß Bescheid. Er sieht alles, zwar anders, aber er tuts. Und Heinz kommt nicht alleine!
Theaterkabarett von und mit Markus Weiß nicht nur für Lehrer, Eltern und alle, die weder das eine noch das andere werden wollten.
Dauer ca. 2 Std. mit Pause.

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So. 9.6.  19.00       (Pfingstkonzert)

Es geht doch nischt über Berlin

Eine musikalische Hommage an die Berliner Komponisten WALTER UND WILLI
KOLLO mit GÜNTER RÜDIGER und MARGUERITE KOLLO
Am Piano: ALEXANDRA GOTTHARDT

Die musikalische Bandbreite reicht vom Gassenhauer und Schlager über Kabarett und Chanson bis
hin zur Operette, angereichert mit Wissenswertem über den künstlerischen Werdegang der beiden
Komponisten sowie Anekdoten aus ihrem Privatleben.
Günter Rüdiger singt bekannte Melodien wie: Das war in Schöneberg; Zwei rote Rosen, ein zarter Kuß;
Warte, warte nur ein Weilchen; Was eine Frau im Frühling träumt; Zwei in einer großen Stadt; Immer
an der Wand lang; Das war sein Milljöh; Warum hast Du so traurige Augen; Ich hab eine kleine
Philosophie; Lieber Leierkastenmann; Nachts ging das Telefon; Kleine Mädchen müssen schlafen
gehn; Solang noch Untern Linden u.v.a.

CD- und Bucherwerb möglich!

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Fr. 14.6.  20.00

Einheit und eine Seele

Von und mit Markus Weiß

Seine erste große Einheit zerbrach direkt bei der Geburt.
Die Einheit zwischen ihm und seiner Mutter zerfloss im Kreißsaal.
Nichts Außergewöhnliches, passiert allen. Die zweite Einheit implodierte an seinem zehnten Geburtstag.
„Meiner eigenen Einheit aus Namen und Person beraubt, bin ich von jetzt an namenlos!“ beschloss er an diesem denkwürdigen und den Rest seines Lebens prägenden Tag. Er entwickelte sich zum Einheitsfachmann für Einheitsfragen auch bei uneinheitlicher Fragestellung.
Was geschah an diesem Geburtstag?
Welche Folgen hat seine Vornamenlosigkeit?
Was wurde aus der Mutter Kind Einheit?
Wer ist er?
Wortspielerisch und –gewandt, ernsthaft komisch, schräg und im Schlagabtausch der Wörter nähert „er“ sich der Seele der Einheit.

Von und mit Markus Weiß

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Sa. 15.6.  20.00

Heinrich Heine und die jiddische Seele

Heinrich Heine, Kurt Tucholsky, Alexander Roda Roda u. v. a.,
gesprochen und gesungen von Helus Hercygier und Günter Rüdiger

Helus Hercygier, geb. 1951 in Berlin Wilmersdorf. Er lernte Klavier und stieg später auf Gitarre um.
Er war viele Jahre beim Berliner Brettl im Bereich Kleinkunst und Kabarett aktiv. Um 1970 war er Mitbegründer des legendären TIK (Theater in Kreuzberg), das mit seinem engagierten
Theaterprogramm in Berlin wesentliche Impulse gab.

Günter Rüdiger, geb. 1963 in Landau/Pfalz. Schauspieler, Sänger, Regisseur. Theaterengagements und Gastspiele in Deutschland, Europa und Amerika. Preisträger mehrerer Gesangs-Wettbewerbe. Zahlreiche Schallplatten und CD-Veröffentlichungen. Seit 2010 Theaterleiter des Zimmertheater Steglitz.

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So. 16.6.  19.00

Wo kommen die Löcher im Käse her?

Texte, Songs und Biografisches von KURT TUCHOLSKY
mit Theaterdirektor GÜNTER RÜDIGER (Rezitation, Gesang und Gitarre)
Als Gast: Helus Hercygier

1985 eröffnete GÜNTER RÜDIGER mit diesem Programm die Bundesgartenschau im heutigen Britzer Garten in Berlin. Nun präsentiert er die Neufassung mit interessanten biografischen Informationen,
u. a. über die vielen Frauen und Pseudonyme des bedeutensten Satirikers der Weimarer Republik.

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Fr. 21.6.  20.00      (Eintritt frei!)

Fête de la Musique

Mit Günter Rüdiger, Helmut Uwer, Max Biundo, Tanja Arenberg, Konstantin Popov u. a.

Jedes Jahr zum Sommeranfang am 21. Juni erklingt die Fête de la Musique - das Fest der Musik - the Worldwide Music Day. Was 1982 mit der Idee des damaligen französischen Kulturministers Jack Lang, ein paar Stromanschlüssen und viel musikalischem Idealismus in Paris begann, hat sich längst zu einem globalen und populären Ereignis entwickelt.
Inzwischen verbindet Fête de la Musique die Menschen in 540 Städten weltweit, davon 300 in Europa (ca. 50 in Deutschland). Zu hören gibt es Musik aller Stilrichtungen, für das Publikum gratis, dank all der Bands, Orchester, Chöre und Solisten, die an diesem Tag ohne Honorar auftreten.

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Sa. 22.6.  20.00

Das Nachtgespenst

Ein musikalischer Bummel durch Berliner Kabarett, Operette und Musical von 1900 bis Heute mit GÜNTER RÜDIGER & ALEXANDRA GOTTHARDT (Piano)
Melodien und Texte von Paul Lincke, Otto Reutter, Kurt Tucholsky, Friedrich Hollaender, Eduard Künneke, Willi Kollo, Klaus-Günter Neumann, Cole Porter, Bert Hilby u. a.

In seinem Programm "DAS NACHTGESPENST" präsentiert der Berliner Schauspieler und Sänger GÜNTER RÜDIGER die Geschichte des Kabaretts von Cabaret zu Comedy. Mit "seiner gewandten Conférence und der sehr persönlichen Art seines Vortrags" (Berliner Morgenpost) geleitet er sein Publikum durch den bunten Reigen der schmeichelnden und spöttischen Chansons, der kleinen und trivialen Revue, der frechen Schlager von einst. Er stellt erneut unter Beweis, daß die Couplets von Otto Reutter, die Lieder von Paul Lincke und Willi Kollo, die Texte von Friedrich Hollaender und Kurt Tucholsky nichts an Würze und Pfiffigkeit verloren haben. Weiter führt das Programm über Eduard Künneke bis hin zu Cole Porter und Klaus-Günter Neumann sowie dem Spandauer Komponisten Bert Hilby, der Günter Rüdiger 1985 für die Schallplatte entdeckte, zahlreiche Songs für ihn komponierte und auf CD produzierte.

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So. 23.6.  19.00

Günter Rüdiger singt

Chansons, Berliner Lieder und Kabarett-Songs – „unplugged“
Lieder und Texte von Jacques Brel, Klaus Hoffmann, Reinhard Mey, Udo Jürgens, Gilbert Bécaud, Peter Horton, Georg Danzer, Beppo Pohlmann, Fredy Sieg, Kurt Tucholsky, Jerry Roschak u. a. sowie eigene Songs
Musikalischer Gast: TANJA ARENBERG (Kabarett Klimperkasten/ Kabarett Fettnäppchen)

Wem sind sie nicht ans Herz gewachsen, die Chansons von Jacques Brel und Klaus Hoffmann? Wer summt nicht sofort ein paar Takte mit, wenn er die Lieder von Reinhard Mey, Peter Horton oder Udo Jürgens hört? Der Berliner Sänger und Schauspieler Günter Rüdiger gibt in seinem Konzertprogramm eine sensible Interpretation altbekannter und eigener Songs, begleitet auf Akustik-Gitarren.
Günter Rüdiger hat sich durch regelmäßige Auftritte in Berliner Theatern und Kleinkunstbühnen einen Namen gemacht und zählt heute zu den renommierten Chanson-Interpreten im deutschsprachigen Raum.

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Fr. 28.6.  20.00        (Zimmertheater-Premiere!)

Wir haben uns nicht gemacht...

Richard Maschke liest Thomas Bernhard’s Erzählung „Beton“
Cello: Sylvia Eulitz

Der österreichische Autor Thomas Bernhard wurde am 9.Februars 1931 in Heerlen/Niederlande geboren und starb 1989 in Gmunden/Österreich.
Bekannt wurde er durch seine provokanten Theaterstücke, die am Burgtheater in Wien von Claus Peymann inszeniert wurden und oftmals kulturpolitische Skandale auslösten. Das Groteske und Lächerliche der Erdenbewohner, ihren existentiellen Abgrund beleuchtet Thomas Bernhard mit schonungsloser Direktheit, so auch in seiner Erzählung „Beton“.
Ein besonderes stilistisches und komödiantisches Merkmal seiner Prosa ist eine Technik der Steigerung, der Übertreibung und des Absolutsetzens, ja des Hineinsteigerns in fixe Ideen, die die kollektive Geistesgestörtheit unserer Zeit als Normalfall identifiziert.
Beton – eine meisterliche Perle der Literatur.
"Wir haben - unter Schmerz und Gelächter - einer Menschwerdung beigewohnt." (Suhrkamp Verlag)

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Sa. 29.6.  20.00

Wo kommen die Löcher im Käse her?

Texte, Songs und Biografisches von KURT TUCHOLSKY
mit Theaterdirektor GÜNTER RÜDIGER (Rezitation, Gesang und Gitarre)
Als Gast: Helus Hercygier

(Beschreibung s. 16.6.)

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So. 30.6.  19.00      (letzte Vorstellung vor unserer Sommer-Spielpause!)

Saisonabschied-Mix

Unsere Künstler verabschieden die Spielzeit mit Musik, Kabarett und Literatur

Mit Günter Rüdiger (auch Moderation), Markus Weiß, Siegfried R. Schmidt, Marianne Schmidt, Max Biundo, Tanja Arenberg u. a.
Mit Verlosung (Freikarten, Bücher, CDs unserer Künstler)!

Danach Sommer-Spielpause!

Wir eröffnen unsere neue Spielzeit am SONNTAG, 1.9.19  19.00 UHR
mit dem „SAISONAUFTAKT-MIX“.

Eintrittspreise Abendveranstaltungen:
15.-€ / ermäßigt 9.-€ (für Schüler, Studenten, Auszubildende, Empfänger von Arbeitslosengeld)

Karten:

Tel. (030) 25 05 80 78
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / www.zimmertheater-steglitz.de

© 2012 Zimmertheater Steglitz e. V. • Bornstr. 17 12163 Berlin • Tel.: 030 / 25 05 80 78 

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